In den vergangenen Wochen hat die Polizei bundesweit viele Fälle von manipulierten Türöffnern verzeichnet. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) der Presse mit. Mit Hilfe der präparierten Türöffner wird der Magnetstreifen der EC-Karte oder der Kreditkarte ausgelesen, wenn man die Filiale betritt.
Die eingesetzten Geräte seien von so hoher Qualität, dass sie durch den Kunden kaum zu erkennen sind, schreibt das BKA. Ein elektronisches Zusatzteil liest die Zahlungskartendaten am manipulierten Türöffner aus. Am Geldautomat selbst wird eine Kamera zum Ausspähen der Geheimzahl/PIN installiert. Mit den so erlangten Informationen sind die Täter in der Lage, gefälschte Zahlungskarten herzustellen und mit diesen Bargeld an Geldautomaten abzuheben.
Hier bei handele es sich um eine neue Strategie der Straftäter. Bis jetzt waren vor allem die Kartenleseschlitze der Geldautomaten selbst manipuliert (banktip.de berichtete). Im Jahr 2007 wurden bundesweit 459 Geldautomaten mit geheimen Kartenlesern präpariert. Der Schaden der durch den widerrechtlichen Einsatz der kopierten Kartendaten entstanden ist, lag im zweistelligen Millionenbereich.